Inklusion beginnt mit den betreuenden Personen
Im EPI WohnWerk finden Menschen mit Beeinträchtigungen nicht nur ein Zuhause, sondern auch Erlebnisse, die ihr Herz höherschlagen lassen. Eine Mitarbeiterin der EPI hat es sich zur Mission gemacht, lang gehegte Wünsche von Bewohnenden Wirklichkeit werden zu lassen. Solches Engagement schenkt nicht nur Freude und Selbstvertrauen, sondern zeigt auch, wie gelebte Inklusion aussieht.
Das EPI WohnWerk ist ein besonderer Ort voller Leben, Vielfalt und Möglichkeiten. Hier finden Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen nicht nur ein Zuhause, sondern auch eine sinnstiftende Beschäftigung. Jeder Tag ist anders, jeder Moment eine Gelegenheit zu lernen, zu lachen und gemeinsam zu wachsen. Genau hier setzt die Arbeit von engagierten Mitarbeitenden wie Filomena M. an – mit Herz, Einsatz und einem offenen Ohr für die Wünsche der Bewohnenden.
Eine Wegbegleiterin der Bewohnenden
Seit 2007 begleitet Filomena M. die Menschen im EPI WohnWerk in ihrer Funktion als Mitarbeiterin Agogik Wohnen. Angefangen hat alles mit einem Praktikum, das ihr zeigte, dass die Arbeit in der EPI genau das Richtige für sie ist. Ein Moment der besonderen Verbundenheit bestätigte ihr: Hier möchte ich sein. Für Filomena ist ihre Arbeit mehr als ein Beruf. Sie ist eine Mission, bei der jeder Tag neue Geschichten schreibt, und bei der sie gemeinsam mit den Bewohnenden wächst.
Wünsche erfüllen und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen
Ein besonderes Anliegen von Filomena ist es, Wünsche der Bewohnenden zu erfüllen, die über den Alltag hinausgehen. Ob es ein Konzert, ein Eishockeyspiel oder ein TV-Auftritt ist: Filomena macht es möglich. «Es gibt mir so viel Freude zu sehen, wie glücklich die Bewohnenden sind, wenn ihre lang gehegten Wünsche in Erfüllung gehen», erzählt sie.
Die Wünsche der Bewohnenden werden unter anderem in Befindlichkeitsgesprächen erfragt. Filomena kennt die Interessen der Menschen im EPI WohnWerk genau und geht aktiv auf sie zu. Dieses persönliche Engagement schafft Vertrauen und macht sie zu einer Ansprechperson, auf die sich die Bewohnenden verlassen können.
Die Erfüllung dieser Wünsche gelingt entweder durch die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Wunderlampe oder durch die selbstständige Planung von Filomena, die ihr persönliches Netzwerk nutzt, um die Wünsche meist kostenlos umzusetzen. So konnte Maurus sein Lieblingsteam HC Ambrì Piotta live erleben, Mario seine Lieblingsband Gotthard sehen und weitere Bewohner waren bei der SRF Sendung «Happy Day» vor Ort dabei. Diese Erlebnisse schenken den Bewohnenden nicht nur Freude, sondern auch unvergessliche Erinnerungen, über die sie noch lange sprechen.
Inklusion stärken Freude und Selbstvertrauen
Für Filomena ist die Erfüllung von Wünschen mehr als ein Moment der Freude. Es ist gelebte Inklusion. Viele Bewohnende können nicht selbständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Durch gemeinsame Ausflüge erleben sie die Aussenwelt, fühlen sich als Teil der Gesellschaft und knüpfen soziale Kontakte. «Sie sind genauso ein Teil der Gesellschaft wie wir. Inklusion beginnt bei uns als betreuende Person», erklärt Filomena.
Diese gemeinsamen Erlebnisse stärken das Selbstvertrauen, den Stolz und ihre Lebensfreude. Sie zeigen den Bewohnenden, dass ihre Wünsche und Interessen ernst genommen werden, dass sie sichtbar sind und dazugehören. Die Freude spricht sich herum, neue Wünsche entstehen – ein Kreislauf der Teilhabe und des Glücks.
Autor
Lara Meroni
Spezialistin Marketing & Kommunikation
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