EPI Stiftung – Das Jahr 2025

2025 war ein Jahr der Weichenstellungen und wichtigen Entwicklungen für die Schweizerische Epilepsie-Stiftung (EPI). Gleichzeitig galt es, personelle Veränderungen zu gestalten, laufende Projekte abzuschliessen und neue anzustossen.

EPI Gründungshaus Aussenaufnahme

Personelle Veränderungen auf Stiftungs- und Führungsebene

Nach zwölf Jahren im Stiftungsrat der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung, davon acht Jahre als Präsident, trat Felix Grether per 31. Dezember 2025 zurück. Der Stiftungsrat dankt ihm herzlich für sein langjähriges, engagiertes Wirken und die wichtigen Impulse, die er insbesondere in den Bereichen Governance, Arealentwicklung und strategische Positionierung der EPI gesetzt hat. Zum neuen Präsidenten wurde Dr. Georg Schäppi gewählt, der sein Amt am 1. Januar 2026 übernommen hat. 

Ebenfalls bedankt sich die EPI bei Dr. Julia Hildebrandt für ihr grosses Engagement und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Klinik Lengg AG in den vergangenen sechs Jahren. Dr. Hildebrandt trat per Ende 2025 als CEO zurück. Ab 1. Mai 2026 übernimmt Bettina Wapf die Funktion des CEO der Klinik Lengg sowie den Vorsitz der Geschäftsleitung.



Neues Leitbild

Im Jahr 2025 wurde die Strategie 2026–2030 der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung in einem breit abgestützten Prozess weiterentwickelt und verabschiedet. Unter der Moderation eines externen Beraters erarbeiteten eine Delegation des Stiftungsrates und die gesamte Geschäftsleitung die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Die finale Strategie wurde im Dezember 2025 vom Gesamtstiftungsrat genehmigt. In den Prozess einbezogen waren auch die Mitarbeitenden der EPI, deren Rückmeldungen zum Leitbild in die Endfassung eingeflossen sind. Ihnen gilt ein herzlicher Dank für die wertvollen Anregungen. Im Rahmen der Strategiearbeit wurden Vision, Mission, das neue Leitbild sowie verschiedene strategische Handlungsfelder der EPI neu definiert. Sie bilden künftig die Grundlage für die Weiterentwicklung der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung.


Angehörigenhaus

Die EPI baut auf ihrem Areal in Zürich ein neues Angehörigenhaus, das Eltern und Angehörigen von im «Kispi» hospitalisierten Kindern ein «Zuhause auf Zeit» in unmittelbarer Nähe bietet. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Eleonorenstiftung des Kinderspitals Zürich und der Ronald McDonald Kinderstiftung umgesetzt. Die EPI stellt das Grundstück bereit und finanziert den Neubau, während die Ronald McDonald Kinderstiftung den Betrieb übernimmt.

Mit der feierlichen Grundsteinlegung wurde der offizielle Startschuss für das Projekt gegeben. Nach Fertigstellung im Herbst 2026 wird das Angehörigenhaus mit rund 20 Elternzimmern sowie gemeinschaftlich nutzbaren Räumen einen wichtigen Beitrag zur familiennahen Betreuung schwer erkrankter Kinder im «Kispi» oder der «Klinik Lengg» leisten und Familien in dieser besonders herausfordernden Lebensphase unterstützen.


Porträt Felix Grether, Präsident EPI Stiftung
Porträt Felix Grether, Präsident EPI Stiftung

Felix Grether, Präsident EPI Stiftung

Porträt Marco Beng CEO EPI Stiftung
Porträt Marco Beng CEO EPI Stiftung

Marco Beng, CEO EPI Stiftung

«2025 war für die EPI ein Jahr wichtiger Weichenstellungen. Wir haben personelle Veränderungen gestaltet, zentrale Projekte abgeschlossen und neue Initiativen angestossen. So schaffen wir die Grundlage, um unsere Angebote weiterzuentwickeln und die Lebensqualität unserer Klientinnen und Klienten nachhaltig zu stärken.»
Felix Grether, Präsident EPI Stiftung
Marco Beng, CEO EPI Stiftung

Fundraising

Dank der grosszügigen Unterstützung eines langjährigen Spenders konnte gemeinsam mit Pro Infirmis eine Theatergruppe für Menschen mit Beeinträchtigungen aufgebaut werden. Das Angebot ermöglicht jeweils rund zehn Teilnehmenden die aktive Mitwirkung und wird auch fachlich von Pro Infirmis begleitet. In einem inklusiven Ansatz wirken Bewohnerinnen und Bewohner der EPI gemeinsam mit externen Teilnehmenden an der Entwicklung und Aufführung eines Theaterstücks mit. Die Proben und Aufführungen finden im Theatersaal des EPI WohnWerks statt und bieten den Beteiligten die Möglichkeit, ihre Kreativität einzubringen, soziale Kontakte zu pflegen und persönliche Wünsche zu verwirklichen. Das Projekt ist Teil eines spendenbasierten Angebots, das kulturelle Teilhabe fördert und besondere Herzenswünsche ermöglicht.

Darüber hinaus wurden durch gezielte Spenden neue Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende im geschützten Arbeitsmarkt realisiert, deren Weiterbildungen nicht durch die IV finanziert werden. So konnten unter anderem kreative Kurse mit Zertifikatsabschluss durchgeführt werden. Die grosse Resonanz und ausreichende Spendengelder ermöglichen es, dieses Angebot künftig weiter auszubauen.


Anna-Stocker-Weg

Am Anna-Stocker-Weg besitzt die EPI ein Grundstück auf Zolliker Boden, welches sie weiterentwickeln will. Das Baugesuchsverfahren wurde erfolgreich durchgeführt und Ende 2025 hat die Gemeinde Zollikon die Baubewilligung erteilt. Geplant ist der Bau eines Mehrfamilienhauses mit 11 Wohnungen in Holzbauweise.



Seewasserprojekt

Das Projekt zur Gewinnung der künftigen Heiz- und Kühlenergie aus dem Zürichsee wurde in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Energie 360° weiter vorangetrieben. Energie 360° erstellt das Pumpen- und Wärmetauschersystem, das dem Zürichsee Wasser mit einer Temperatur von rund 10 Grad entzieht und über Leitungen auf das Areal der EPI und der anderen Gesundheits-Institutionen auf der Lengg zuführt. Mithilfe leistungsstarker Wärmepumpen kann diese Energie künftig zum Heizen und Kühlen genutzt werden. Damit können sehr grosse Mengen an fossilen Brennstoffen eingespart werden. 

Ein besonderes Highlight bildete das erste Herbstfest des EPI WohnWerks. Das Fest bot den Bewohnerinnen und Klienten eine wunderbare Gelegenheit, in festlicher und ungezwungener Atmosphäre zusammenzukommen.



Veranstaltungen

Im Jahr 2025 durfte die EPI auf zahlreiche spannende und bereichernde Veranstaltungen zurückblicken. Auch wenn die EPI Chilbi im Berichtsjahr aufgrund einer konzeptionellen Neuaufgleisung nicht durchgeführt wurde, bot das vielfältige Jahresprogramm zahlreiche wertvolle Begegnungen, fachliche Impulse und Gelegenheiten zum persönlichen Austausch.
Das Format «Lunch & Learn» ermöglichte Mitarbeitenden der EPI sowie der Klinik Lengg praxisnahe Einblicke in aktuelle Themen wie das Mitarbeitendenportal MyAbacus, das elektronische Patientendossier oder auch in das Thema Schutz der persönlichen Integrität am Arbeitsplatz. Im Grundkurs Epilepsie sowie im Vertiefungskurs Epilepsie wurden zentrale Fachinhalte fundiert vermittelt, vertieft und die Kompetenzen der Teilnehmenden gezielt gestärkt. Der Zukunftstag eröffnete jungen Menschen spannende Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder innerhalb der EPI und förderte den generationenübergreifenden Austausch. Darüber hinaus bereicherten zahlreiche weitere interne und externe Veranstaltungen das Jahresprogramm, wie z.B. zwei Theateraufführungen der Klientinnen und Klienten.


Ein besonderes Highlight bildete das erste Herbstfest des EPI WohnWerks. Das Fest bot den Bewohnerinnen und Klienten eine wunderbare Gelegenheit, in festlicher und ungezwungener Atmosphäre zusammenzukommen. 

Kurzinformation Schweizerische Epilepsie-Stiftung

Die Schweizerische Epilepsie-Stiftung (EPI) wurde 1886 gegründet. Sie ist Trägerschaft mehrerer Betriebe. Dazu gehören das EPI WohnWerk, die Klinik Lengg, die Schenkung Dapples, die Oberstufenschule Lengg, der EPI Park, die EPI Services und die EPI Finanzen. Die Klinik Lengg ist eine Klinik für Epileptologie und Neurorehabilitation, getragen von der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung und den Kliniken Valens. Die Betriebe der EPI erfüllen öffentliche Leistungsaufträge. Als private, gemeinnützige Einrichtung setzt sich die EPI Stiftung nach wirtschaftlichen Grundsätzen für diverse soziale Zwecke ein.



Stiftungsrat

Felix Grether, Präsident

Prof. Dr. Urs Brügger, Vizepräsident
Pfr. Dr. Andrea Marco Bianca
Dr. Isabel Bartal
Caroline Gurtner
Patrik Killer

Luca Lo Faso
Andreas Münch
Dr. Silke Schmitt Oggier
Dr. Juerg Syz
Prof. Dr. Gregor Zünd

Stiftungsausschuss

Felix Grether, Präsident
Prof. Dr. Urs Brügger, Vizepräsident
Dr. Silke Schmitt Oggier
Dr. Juerg Syz
Marco Beng, CEO (beratend) 


Finanzausschuss

Prof. Dr. Urs Brügger, Präsident
Felix Grether
Prof. Dr. Gregor Zünd
Marco Beng, CEO (beratend)
Rainer Leuthard, CFO (beratend), bis August 2024

Vano Prangulaishvili, CFO (beratend), ab September 2024

 
Immobilienausschuss
Dr. Juerg Syz, Präsident
Felix Grether
Andreas Münch
Marco Beng, CEO (beratend)
Frank Wadenpohl, Leiter Immobilien (beratend)
 
Geschäftsleitung EPI Stiftung

Marco Beng, CEO

Richard Fischer, Leiter Schenkung Dapples

Rudi Grasern, Leiter Hotellerie und Infrastruktur

Dr. Julia Hillebrandt, CEO Klinik Lengg AG

Claudia Kaiser, Leiterin Human Resources

Hans-Peter Keller, COO

Rainer Leuthard, CFO, bis August 2024

Vano Prangulaishvili, CFO, ab September 2024

André Thürig, Leiter EPI WohnWerk

Priska von Arx, Leiterin OSSL



stiftung@swissepi.ch