EPI WohnWerk

Im Jahr 2025 hat das EPI WohnWerk die Weiterentwicklung seiner Organisationsstrukturen konsequent vorangetrieben. Ziel des OE-Prozesses war es, die Organisation praxisnah und zukunftsorientiert auszurichten, Führungsstrukturen zu stärken und die Abläufe in den Kernbereichen Wohnen und Arbeiten effizienter zu gestalten.

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Organisationsentwicklung

Aufbau und Anpassung der Organisation
Zu Beginn des Jahres wurde die neue Aufbauorganisation (Organigramm) überprüft und in zentralen Punkten angepasst: Der Fachsupport Pflege wurde in den Kernbereich Wohnen integriert, während der Fachsupport Agogik in „Inklusion & Gesellschaft“ umbenannt wurde. Damit sollen zentrale Themen wie Standards, Unterstützte Kommunikation, Prävention und Nachsorge klar fokussiert unterstützt werden.

Kader-Workshops und Handlungsfelder
In Workshops mit den Bereichsleitungen Wohnen und Arbeiten wurden strategische Handlungsfelder für 2025 definiert:


• Bereich Wohnen:
   1. Überarbeitung der wichtigsten Bewohnerprozesse.
   2. Anpassung der Arbeitszeiten an den Betreuungs- und Leistungsbedarf.
   3. Entwicklung zentraler agogischer und pflegerischer Konzepte.
• Bereich Arbeiten:
Der Schwerpunkt lag auf der Stabilisierung der Führungssituation; operative OE-Projekte wurden auf ein Minimum reduziert, da zunächst die Besetzung der Bereichsleitung erfolgen muss.

Organigramm 2025

Umsetzung zentraler Projekte
Die definierten Handlungsfelder wurden im Jahresverlauf umgesetzt:
• Leistungskatalog Tag-/Nachtdienst: Ein universeller, praxisnaher Katalog wurde erstellt.
• Arbeitszeitmodell: Neue Vorschläge für Arbeitszeiten wurden erarbeitet; die Umsetzung ist für Anfang 2026 geplant.
• Begleitprozesse: Einheitliche Abläufe wurden visualisiert und in das Qualitätsmanagement integriert.

Schnittstellenmanagement
Optimierungen an den Schnittstellen Wohnen – Arbeiten sowie Arztpraxis – Pflegedienstleitung wurden vorbereitet. Erste Verbesserungsschritte wurden beschlossen, konkrete Verantwortlichkeiten und Abläufe müssen jedoch noch final definiert werden.

Ausblick und offene Themen
Obwohl wesentliche Fortschritte erzielt wurden, bestehen weiterhin wichtige Aufgaben:
• Detaillierte Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in allen Handlungsfeldern.
• Finalisierung der operativen Umsetzung des Arbeitszeitmodells und der Begleitprozesse.
• Sicherstellung der nachhaltigen Integration der Ergebnisse in den Arbeitsalltag.
• Weiterentwicklung der Schnittstellenlösungen unter Einbindung aller relevanten Akteure.
Die Ergebnisse des OE-Prozesses 2025 bilden eine solide Basis, erfordern jedoch weiterhin konsequente Umsetzung, kontinuierliche Abstimmung und Anpassung, um die angestrebten Effizienz- und Qualitätsziele vollständig zu erreichen.

Fazit:
2025 war ein Jahr der Konsolidierung und Weichenstellung: Das EPI WohnWerk hat die Organisationsstrukturen grundlegend überprüft, Kernprozesse analysiert und priorisierte Handlungsfelder umgesetzt. Gleichzeitig ist klar, dass der Veränderungsprozess nicht abgeschlossen ist und noch gezielte Arbeiten erforderlich sind, um die Organisation nachhaltig zu stabilisieren und weiterzuentwickeln.


Erfolgreiche Implementierung Qualitätsmanagementsystem

Per Ende 2025 konnte das Qualitätsmanagementsystem (QMS) im EPI WohnWerk erfolgreich implementiert werden. Trotz zeitlicher Verzögerungen im Projektverlauf wurde damit ein zentraler Entwicklungsschritt zur weiteren Professionalisierung der Organisation erreicht.

Das QMS schafft eine einheitliche, transparente und verbindliche Grundlage für die tägliche Arbeit. Es macht Prozesse, Zuständigkeiten und Schnittstellen nachvollziehbar und stellt sicher, dass qualitätsrelevante Dokumente zentral gelenkt, aktuell und verlässlich verfügbar sind. Die neu etablierte Prozesslandschaft bildet sämtliche Führungs-, Kern- und Supportprozesse systematisch ab und stärkt die Prozess- und Handlungssicherheit in allen Bereichen.

Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den übergeordneten Strukturen der EPI Stiftung und legt den Grundstein für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung. Mit dem eingeführten QMS verfügt das EPI WohnWerk über ein zukunftsorientiertes Instrument, das Qualität, Transparenz und Verlässlichkeit langfristig sichert und kontinuierliche Verbesserungen gezielt unterstützt.


Personelle Wechsel im Führungsteam EPI WohnWerk

Im Berichtsjahr 2025 standen im EPI WohnWerk personelle Veränderungen auf Leitungsebene an. Dank transparenter Kommunikation und sorgfältiger Übergaben bleibt die Organisation zukunftsorientiert aufgestellt.


André Thürig, seit dem 1. August 2022 Leiter des EPI WohnWerks, prägte die Organisation in seiner Amtszeit mit strategischem Weitblick und Fachkompetenz. Er führte das WohnWerk durch zentrale Entwicklungsschritte, darunter die Neuausrichtung der Organisationsstruktur, die Stabilisierung der Aufnahmeprozesse, Verbesserungen in Sicherheit und Betreuung sowie die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. Zum Ende Februar 2026 wird André Thürig die Gesamtleitung verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren.


Weitere personelle Wechsel im Führungsteam:

  • Christiane Tutte, Bereichsleiterin Wohnen, verlässt das EPI WohnWerk per Dezember 2025. Seit Februar 2023 hat sie den Bereich Wohnen engagiert weiterentwickelt. Nach sorgfältiger Überlegung wurde entschieden, die Stelle vorerst nicht wieder zu besetzen. Das Wohnen wird gemeinsam durch Franko Behrendt übergeordnet und als Co-Leitung von den beiden Abteilungsleitungen Katja Egger und Eno Binakaj geführt, unterstützt von der neu bestimmten Pflegedienstleitung (PDL) Beatrice Domenech-Jakob. Sollte sich diese Regelung bewähren, wird sie beibehalten und per Ende 2026 definitiv eingestellt.
  • Andrea Stallmann, Leiterin Arbeiten, verabschiedet sich nach 14 Jahren sehr engagiertem Engagement im EPI WohnWerk per Ende September 2025 für eine neue berufliche Herausforderung. Ihre Aufgaben übernahm Robert Rhiner ad interim ab dem 10. April 2025. Die definitive Nachfolgelösung für den Bereich Arbeiten ist umgesetzt: Marco Gusmeroli wird die Leitung am 5. Januar 2026 übernehmen.

Neue Führungsteam ab 2026:

  • Leitung EPI WohnWerk ad Interim: Franko Behrendt ab 1. Februar 2026
  • Leitung Arbeiten: Marco Gusmeroli ab 1. Januar 2026.
  • Co-Leitung Wohnen: Katja Egger und Eno Binakaj gemeinsam.
  • Leitung Fachsupport: Petra Siegrist (seit 2019 im WohnWerk).
  • Leitung Services: Béatrice Tissot-Daguette (seit August 2025 im WohnWerk).
  • Leitung Medizinisch-Therapeutische Angebote: Alexander Liebers (seit Mai 2025 im WohnWerk).
  • Unternehmensentwicklung: Samira Stooss (seit 2021 im WohnWerk).

Damit ist das Führungsteam EPI WohnWerk vollständig besetzt. Die Mitglieder arbeiten motiviert zusammen und sichern Kontinuität, Stabilität und Zukunftsfähigkeit des EPI WohnWerks.



Herbstfest – gelebte Gemeinschaft

Das Herbstfest 2025 im EPI WohnWerk war weit mehr als ein saisonaler Anlass – es wurde zu einem sinnstiftenden Erfahrungsraum gelebter Gemeinschaft, Teilhabe und Begegnung. Eingebettet in die warmen Farben des Herbstes und begleitet von mildem Sonnenlicht entstand ein Rahmen, der Nähe ermöglichte und soziale Verbundenheit sichtbar machte.

 

Besonders prägend war die aktive Mitwirkung von Klientinnen und Bewohnern, die sich mit grossem Engagement im Festkomitee einbrachten. Ihre Beteiligung an Planung und Gestaltung verlieh dem Anlass nicht nur eine persönliche Handschrift, sondern unterstrich den Anspruch des EPI WohnWerks, Partizipation als zentrale Haltung im Alltag konsequent zu leben. Das Fest wurde damit zu einem Ausdruck kollektiver Selbstwirksamkeit und gemeinsamer Verantwortung.

 

Im Garten des Wohnhauses Niederfelben, im Kafi33 sowie in der Produktionswerkstatt entfaltete sich ein lebendiges Miteinander. Bewährte Festangebote wie Büchsenwerfen, Brunnenfischen oder der Fotostand knüpften an vertraute Erinnerungen an und schufen zugleich neue gemeinsame Erlebnisse. Musik, Gespräche, Lachen und das gemeinsame Geniessen – von Kaffee bis zu liebevoll zubereiteten Desserts – verdichteten den Tag zu einem atmosphärischen Ganzen, das Zugehörigkeit spürbar machte.

 

Ein besonderer Höhepunkt war die Tombola in der Produktionswerkstatt. Dank der grosszügigen Unterstützung der AXA erhielten die Klientinnen und Bewohner individuell zusammengestellte Geschenke, die ihre persönlichen Interessen und Bedürfnisse aufgriffen. Die darin zum Ausdruck kommende Wertschätzung wirkte über den Moment hinaus und verdeutlichte, wie Anerkennung im Detail Vertrauen und Beziehung stärkt.

 

Das Herbstfest 2025 steht exemplarisch für das Selbstverständnis des EPI WohnWerks: als sozialer Raum, in dem Begegnung, Würde und Gemeinschaft nicht nur benannt, sondern aktiv gestaltet werden. Unser Dank gilt allen Beteiligten – den engagierten Klientinnen und Bewohnern, den Mitarbeitenden aus allen Bereichen sowie unseren Partnern, insbesondere der AXA und den Aurora Nurses, für ihre wertvolle Unterstützung und Begleitung.

 

So bleibt das Herbstfest als gemeinsame Erinnerung bestehen – als Moment des Innehaltens, des Miteinanders und als Ausdruck einer Haltung, die den Menschen in seiner Ganzheit ins Zentrum stellt.


André Thürig
André Thürig
«Strukturen geschaffen, Qualität verankert, Zukunft vorbereitet – mit grossem Dank an alle Mitwirkenden.»
André Thürig, 
Leiter EPI WohnWerk

EPI WohnWerk in Zahlen


175

Ø Belegung Plätze

Wohnen

53.04

Ø Belegung Plätze

Werkstätten

127.52

Ø Belegung Plätze

Tagesstätten

62'926

Aufenthaltstage

Wohnen

74 %

Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Epilepsie

per 31.12.2025
310

Mitarbeitende

per 31.12.2024

Kurzinformation EPI WohnWerk

Im EPI WohnWerk finden Menschen mit Beeinträchtigung ein Zuhause und eine Arbeit. Die drei Wohnhäuser auf der Rüti, Niederfelben und Lengg bieten insgesamt 185 Wohnplätze, die Werkstätten 69 sowie die Tagesstätten 137 Arbeitsplätze (davon 45 integriert ins Wohnen). Insbesondere gibt es im EPI WohnWerk Wohngruppen für Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen sowie für pflegebedürftige Menschen. Das EPI WohnWerk erfüllt damit den Leistungsauftrag des Kantonalen Sozialamts Zürich.



Führungsteam EPI WohnWerk

André Thürig, Leiter EPI WohnWerk

Andrea Stallmann, Leiterin Arbeiten, Leiterin Fachentwicklung & Projekte und Stv. Leiterin EPI WohnWerk (Austritt September 2025)

Robert Rhiner, a.i. Leiter Arbeiten (Juni – September 2025)

Christiane Tutte, Leiterin Wohnen (Austritt Dezember 2025)

Samira Stooss, Unternehmensentwicklung

Petra Siegrist, Leiterin Fachsupport (ab Juni 2025)

Alexander Liebers, Leiter Medizinisch Therapeutische Angebote (ab Juni 2025)

Béatrice Tissot-Daguette, Leiterin Services (ab August 2025)

 

Fachbeirat EPI WohnWerk

Özlem Bächli Basaran
Marco Beng, CEO Schweizerische Epilepsie-Stiftung
Thomas Bopp

André Thürig, Leiter EPI WohnWerk

Ausschuss aus dem Stiftungsrat



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