Klinik Lengg AG

Die Klinik Lengg kann trotz der pandemiebedingten Einschränkungen und andauernden Unsicherheiten ein respektables Unternehmensergebnis ausweisen. Das Vertrauen von Zuweisenden und Patientinnen und Patienten in die Klinik blieb jederzeit ausgesprochen hoch.

Wir blicken auf ein beispielloses Jahr zurück, dessen Verlauf von der Coronapandemie geprägt war. Die Möglichkeit der Klinik, die gesteckten finanziellen Ziele zu erreichen, war aufgrund der Pandemie und der daraus resultierenden Unsicherheit beeinträchtigt, zumal wir nach Abklingen der ersten Pandemiewelle vom Frühjahr mit weiteren Wellen im Jahresverlauf rechnen mussten. Das Pandemiemanagement und das Abfedern der negativen Effekte nahmen ganzjährig einen hohen Stellenwert ein.


Pandemiemanagement

Im Mittelpunkt des Pandemiemanagements der Klinik Lengg standen zwei wesentliche Ziele: den Klinikbetrieb quantitativ und qualitativ auf höchstem Niveau aufrechtzuerhalten und dabei die Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden vor einer Ansteckung zu schützen. Dank gezielter organisatorischer, präventiver und hygienischer Massnahmen ist es uns gelungen, das Vertrauen der Zuweisenden und der Patientinnen und Patienten in die Klinik zu stärken. Wir konnten so den Klinikbetrieb, trotz geringfügig erhöhter Absenzraten während der zweiten Welle im Herbst, beständig auf hohem Niveau weiterführen. Obschon das Verbot von nicht dringend angezeigten medizinischen Eingriffen und Therapien vom 16. März bis 27. April 2020 zu Ertragsausfällen führte, erreichte die Klinik Lengg ein akzeptables Jahresabschlussergebnis. Dieses Resultat wurde dadurch unterstützt, dass unsere Aufwendungen in Anlehnung an die Ertragseinbussen im ambulanten Bereich gemindert, ganzjährig Rotationsgewinne genutzt und Synergien zwischen verschiedenen Berufsgruppen realisiert wurden. 


Pandemie als Chance für Digitalisierung und Innovation

Die Klinik Lengg hat die Auswirkungen der Pandemie gezielt genutzt, um Digitalisierungsmassnahmen und Innovationen voranzutreiben. Der enge Einbezug des direkten Umfelds der Patientinnen und Patienten beispielsweise ist in der Strategie der Klinik Lengg verankert. Um diesen Einbezug auch in Zeiten von Besuchsstopps gewährleisten zu können, fanden sämtliche Angehörigengespräche und ausgewählte Sprechstunden digital statt. Zusätzlich haben wir für Patientinnen, Patienten und Angehörige die Klinik-Lengg-App entscheidend weiterentwickelt. Sie bietet jederzeit Transparenz in Bezug auf die laufenden Behandlungsprozesse und maximiert den partnerschaftlichen Einbezug von Patientinnen und Patienten. In der Epileptologie wurde eine Software eingeführt, welche die Befundung von EEG-Daten in Zukunft zeitgemäss unterstützt und beschleunigt. In der Neurorehabilitation wurde mit der transkraniellen Magnetstimulation in eine Technologie investiert, mit der Nervenzellen und Nervenzellenverbände gezielt positiv beeinflusst werden können. Anhand dieser innovativen Ansätze wurden in der Klinik neue qualitative Impulse gesetzt. 

 

Nachfolge Medizinischer Direktor Epileptologie

Im Sommer 2020 wählte der Verwaltungsrat PD Dr. med. Lukas Imbach zum neuen Medizinischen Direktor Epileptologie und Mitglied der Geschäftsleitung der Klinik Lengg AG. Lukas Imbach übernimmt die Nachfolge des vorherigen Medizinischen Direktors, Prof. Dr. Dr. Thomas Grunwald, der in den Ruhestand getreten ist, per 1. März 2021. Lukas Imbach ist Facharzt für Neurologie und Privatdozent. Er verfügt über einen Master of Science der ETH Zürich und habilitierte 2019 im Bereich der Klinischen Neurophysiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Klinik Lengg AG sind erfreut, mit Lukas Imbach einen hervorragend qualifizierten Medizinischen Direktor zu gewinnen, der die Vorreiterrolle der Schweizerischen Epilepsie-Klinik als führendes neurologisches Kompetenzzentrum weiter vorantreiben wird.

Bild von swissepi.ch
Bild von swissepi.ch

«Im Namen der Geschäftsleitung danke ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr täglich grosses Engagement. Sie waren im vergangenen Jahr ganz besonders gefordert, damit wir die optimale Be­handlung und Betreuung unserer Patientinnen, Patienten und ihrer Angehörigen auf gewohnt menschliche, kompetente und zuverlässige Weise gewährleisten konnten.» 
Dr. Julia Hillebrandt, CEO und Vorsitzende der Geschäftsleitung

Klinik Lengg AG in Zahlen


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298

Mitarbeitende

79% Frauen
21% Männer

EPI Klinik

stationäre Patienten: 877

Pflegetage: 5'912

Ø Aufenthaltsdauer: 6.7 Tage

ambulante Patienten: 4'168

Zürcher REHAZentrum Lengg

stationäre Patienten: 518

Pflegetage: 16'609

Ø Aufenthaltsdauer: 32.0 Tage

ambulante Patienten: 843

Betriebsstunden pro Jahr
399

Patienten im Intensiv-Monitoring

107 Kinder (27 Kinder unter 6 Jahren, 57 Kinder zwischen 6 und 15 Jahren und 23 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren)

292 Erwachsene

Betriebsstunden pro Jahr
36'148

Stunden Gesamtableitezeit

Intensiv-Monitoring

Kurzinformation Klinik Lengg

Die Klinik Lengg AG ist eine führende Spezialklinik für Epileptologie und Neurorehabilitation. Sie erbringt höchste medizinische Qualität an hervorragender Lage in der Stadt Zürich, menschlich, kompetent und zuverlässig. Die Klinik Lengg AG ist ein Unternehmen der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung und der Stiftung Zürcher RehaZentren.


Verwaltungsrat

Andreas Mühlemann, Präsident
Felix Grether, Vizepräsident
Marco Beng
Christian Bretscher
Prof. Dr. Urs Brügger
Dr. Patrick Eberle
Hans Meier
Prof. Dr. Michael Weller


Geschäftsleitung

Dr. Julia Hillebrandt, CEO und Vorsitzende der Geschäftsleitung
Barbara Moll, Chief Nursing Officer, Chief Therapy Officer, Stv. CEO
Prof. Dr. Dr. med. Thomas Grunwald, Medizinischer Direktor Epileptologie

Dr. med. Bartosz Bujan, Medizinischer Direktor Neurorehabilitation


info@kliniklengg.ch
www.kliniklengg.ch