EPI WohnWerk
Nach den richtungsweisenden Veränderungen im Jahr 2024 stand 2025 im Zeichen der Klärung und Neuausrichtung. Das EPI WohnWerk nutzte das Jahr, um Strukturen kritisch zu überprüfen, Verantwortlichkeiten zu schärfen und zentrale Prozesse gezielt weiterzuentwickeln.
Organisationsentwicklung
Im Jahr 2025 hat das EPI WohnWerk die Weiterentwicklung seiner Organisationsstrukturen konsequent vorangetrieben. Ziel des Organisationsentwicklungsprozesses war es, die Organisation praxisnah und zukunftsorientiert auszurichten, Führungsstrukturen zu stärken und die Abläufe in den Kernbereichen Wohnen und Arbeiten effizienter zu gestalten.
Aufbau und Anpassung der Organisation
Zu Beginn des Jahres wurde die neu eingeführte Aufbauorganisation überprüft und in zentralen Punkten angepasst. Der Fachsupport Pflege wurde in den Kernbereich Wohnen integriert, um die fachliche Nähe zu den betreuenden Teams weiter zu stärken. Gleichzeitig wurde der Fachsupport Agogik neu ausgerichtet und unter der Bezeichnung «Inklusion & Gesellschaft» positioniert. Damit werden zentrale Querschnittsthemen wie Standards, Unterstützte Kommunikation, Prävention und Nachsorge gezielt gebündelt und unterstützt.
Strategische Schwerpunktsetzung
In gemeinsamen Workshops mit den Bereichsleitungen Wohnen und Arbeiten wurden die strategischen Handlungsfelder für das Jahr 2025 festgelegt. Im Bereich Wohnen standen dabei insbesondere die Überarbeitung zentraler Bewohnerprozesse, die Anpassung der Arbeitszeiten an den tatsächlichen Betreuungs- und Leistungsbedarf sowie die Entwicklung grundlegender agogischer und pflegerischer Konzepte im Fokus.
Umsetzung zentraler Projekte
Die definierten Handlungsfelder wurden im Verlauf des Jahres schrittweise umgesetzt. So wurde ein universeller und praxisnaher Leistungskatalog für den Tag- und Nachtdienst erarbeitet. Zudem wurden neue Vorschläge für ein angepasstes Arbeitszeitmodell entwickelt, deren Umsetzung für Anfang 2026 vorgesehen ist. Im Bereich der Begleitprozesse wurden einheitliche Abläufe erarbeitet, visualisiert und in das bestehende Qualitätsmanagement integriert.
Optimierung des Schnittstellenmanagements
Parallel dazu wurden Optimierungen im Schnittstellenmanagement vorbereitet. Dies betrifft insbesondere die Schnittstellen zwischen den Bereichen Wohnen und Arbeiten sowie zwischen der Arztpraxis und der Pflegedienstleitung. Erste Verbesserungsschritte wurden beschlossen, die abschliessende Definition von Verantwortlichkeiten und Abläufen steht jedoch noch aus.
Systematisierung von Prozessen und Dokumenten als Qualitätsbasis
Per Ende 2025 wurde im EPI WohnWerk ein wesentlicher Grundstein für den weiteren Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems gelegt. Mit der Einführung eines zentral gesteuerten Dokumentenmanagements wurde ein erster verbindlicher Rahmen geschaffen, um qualitätsrelevante Dokumente systematisch zu erfassen, zu lenken und aktuell verfügbar zu halten.
Damit wurde ein wesentlicher Schritt hin zu einem strukturierten Qualitätsverständnis vollzogen: Prozesse, Zuständigkeiten und Schnittstellen wurden gesamthaft erfasst und in einer übergeordneten Prozesslandschaft abgebildet. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den übergeordneten Strukturen der EPI Stiftung und schafft eine verbindliche Grundlage für Transparenz, Verlässlichkeit und die weitere systematische Qualitätsentwicklung im EPI WohnWerk.
Personelle Wechsel im Führungsteam EPI WohnWerk
Im Berichtsjahr standen im EPI WohnWerk personelle Veränderungen auf Leitungsebene an. Dank transparenter Kommunikation und sorgfältiger Übergaben bleibt die Organisation zukunftsorientiert aufgestellt.
André Thürig, seit dem 1. August 2022 Leiter des EPI WohnWerks, prägte die Organisation in seiner Amtszeit mit strategischem Weitblick und Fachkompetenz. Er führte das EPI WohnWerk durch zentrale Entwicklungsschritte, darunter die Neuausrichtung der Organisationsstruktur, die Stabilisierung der Aufnahmeprozesse, Verbesserungen in Sicherheit und Betreuung sowie die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. André Thürig gibt die Gesamtleitung Ende Februar 2026 ab, um neue berufliche Perspektiven wahrzunehmen.
Weitere personelle Wechsel im Führungsteam:
- Christiane Tutte, Bereichsleiterin Wohnen, hat das EPI WohnWerk per Dezember 2025 verlassen. Ab Februar 2023 hatte sie den Bereich Wohnen engagiert weiterentwickelt. Nach sorgfältiger Überlegung wurde entschieden, diese Stelle vorerst nicht wieder zu besetzen. Der Bereich Wohnen wird gemeinsam durch Franko Behrendt übergeordnet und als Co-Leitung von den beiden Abteilungsleitungen Katja Egger und Eno Binakaj geführt, unterstützt von der neu bestimmten Pflegedienstleitung Béatrice Domenech-Jakob.
- Andrea Stallmann, Leiterin Arbeiten, verabschiedete sich nach 14 Jahren engagierter Tätigkeit im EPI WohnWerk Ende September 2025, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu widmen. Ihre Aufgaben übernahm Robert Rhiner ad interim ab dem 10. April 2025. Die definitive Nachfolgelösung für den Bereich Arbeiten ist umgesetzt: Marco Gusmeroli wird die Leitung am 5. Januar 2026 übernehmen.
Herbstfest – gelebte Gemeinschaft
Das Herbstfest 2025 im EPI WohnWerk bot Raum für Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft. Klientinnen und Bewohner wirkten aktiv im Festkomitee mit und prägten Planung und Gestaltung des Anlasses.
Es wurden vielfältige Aktivitäten wie Büchsenwerfen, Brunnenfischen oder ein Fotostand angeboten, begleitet von Musik, Gesprächen und gemeinsamen Mahlzeiten. Ein Highlight war die Tombola in der Produktionswerkstatt, bei der dank der Unterstützung von AXA persönlich zusammengestellte Geschenke verteilt wurden.
Das Fest verdeutlichte die zentrale Haltung des EPI WohnWerks, Partizipation, Wertschätzung und soziale Verbundenheit im Alltag aktiv zu leben. Unser Dank gilt allen Beteiligten: den Klientinnen und Bewohnern, den Mitarbeitenden sowie den Partnern, die sich mit grossem Engagement und Unterstützung eingebracht haben.
André Thürig,
Leiter EPI WohnWerkEPI WohnWerk in Zahlen
Ø Belegung Plätze
Wohnen
53.04
Ø Belegung Plätze
Werkstätten
Ø Belegung Plätze
Tagesstätten
Aufenthaltstage
Wohnen
Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Epilepsie
Mitarbeitende
Kurzinformation EPI WohnWerk
Im EPI WohnWerk finden Menschen mit Beeinträchtigung ein Zuhause und eine Arbeit. Die drei Wohnhäuser auf der Rüti, Niederfelben und Lengg bieten insgesamt 201 Wohnplätze, die Werkstätten 69 sowie die Tagesstätten 137 Arbeitsplätze. Insbesondere gibt es im EPI WohnWerk Wohngruppen für Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen sowie für pflegebedürftige Menschen. Das EPI WohnWerk erfüllt damit den Leistungsauftrag des Kantonalen Sozialamts Zürich.
Führungsteam EPI WohnWerk
André Thürig, Leiter EPI WohnWerk
Andrea Stallmann, Leiterin Arbeiten, Leiterin Fachentwicklung & Projekte und Stv. Leiterin EPI WohnWerk (Austritt September 2025)
Robert Rhiner, Leiter Arbeiten ad interim (Juni – September 2025)
Christiane Tutte, Leiterin Wohnen (Austritt Dezember 2025)
Samira Stooss, Unternehmensentwicklung
Petra Siegrist, Leiterin Fachsupport (ab Juni 2025)
Alexander Liebers, Leiter Medizinisch-therapeutische Angebote (ab Juni 2025)
Béatrice Tissot-Daguette, Leiterin Services (ab August 2025)
Franko Behrendt, Leiter Arbeiten ad interim (ab November 2025)
Fachbeirat EPI WohnWerk
Özlem Bächli Basaran
Marco Beng, CEO Schweizerische Epilepsie-Stiftung
Thomas Bopp
André Thürig, Leiter EPI WohnWerk