Klinik Lengg AG

Das Jahr 2025 stand im Zeichen von Ambulantisierung, Patientenzentrierung und Flexibilität. Die Klinik stärkte ihre ambulanten Angebote, modernisierte Prozesse und legte die Basis für die Strategieperiode 2026–2028.

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Positives Jahresergebnis 

Die Klinik Lengg agiert unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen wie etwa den rückläufigen Tarifen und der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Umso erfreulicher ist es, dass die Klinik das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Unternehmensergebnis abschliesst und damit abermals die gesetzten Zielvorgaben erreicht.


Der stationäre Bereich übertraf 2025 erneut die Erwartungen: In der Epileptologie wurde mit 1145 behandelten Fällen die Marke von tausend Patientinnen und Patienten zum zweiten Mal überschritten. In der Neurorehabilitation wurden insgesamt 20'246 Pflegetage erbracht. Der ambulante Bereich hingegen lag leicht unter dem Vorjahresergebnis. Die budgetierte EBITDAR-Marge wurde wiederum übertroffen und lag zum Jahresende bei 6.4 Prozent.


Dieses Ergebnis zeigt das Vertrauen, das die Menschen unserer Klinik Lengg, unseren Mitarbeitenden und Leistungen entgegenbringen. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Engagement und Einsatz entscheidend dazu beitragen, dass dieses Vertrauen tagtäglich gefestigt wird.



Einführung Tardoc und ambulante Pauschalen

Die Einführung von Tardoc und den ambulanten Pauschalen, die ab 2026 gelten, wurde sorgfältig vorbereitet. Eine interprofessionelle Projektgruppe begleitete den Prozess und bearbeitete fünf zentrale Aspekte: IT-Integration, Anpassung des Tarif- und Leistungssystems, Simulationen und Analysen, Schulungen und Kommunikation sowie die Vorbereitung der Tarifverhandlungen. Die Umsetzung erfolgte planmässig zum 1. Januar 2026, wobei alle Berufsgruppen eng eingebunden und gut vorbereitet waren.



Neues Zentrum für ambulante Therapien eröffnet

Unser Hauptziel für 2025 war die Förderung der Ambulantisierung in den Medizinischen Therapien und der Neuropsychologie. Dafür hat das Zentrum für ambulante Therapien (ZaR) Mitte Oktober ein frisch renoviertes Gebäude auf dem Klinikareal an der Südstrasse 113 bezogen. Das neue Gebäude bietet erweiterte Kapazitäten, grosse Therapieflächen, viel Tageslicht und eine moderne Ausstattung – ideale Voraussetzungen für ambulante Therapien in Wohnortnähe und eine attraktive Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeitenden.



Reha Coaches bieten professionelle Begleitung

Im Juni wurde in der Neurorehabilitation die Rolle der Reha Coaches eingeführt, eine Weiterentwicklung des Therapiemanagements. Diese zentrale Ansprechperson für alle Beteiligten unterstützt optimale Rehabilitationsergebnisse. Reha Coaches begleiten und unterstützen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige gemeinsam mit einem interprofessionellen Behandlungsteam während des gesamten Rehabilitationsprozesses. Dabei berücksichtigen sie individuelle Bedürfnisse und Erwartungen und stärken die Patientenzentrierung.

 


Neue Arbeitsmodelle steigern Attraktivität als Arbeitgeberin

Für die Mitarbeiter:innen der Pflege wurden Mitte 2025 zwei neue Arbeitsmodelle – FLEX und SUPERFLEX – mit attraktiven Zuschlägen eingeführt, um zeitliche Flexibilität zu erhöhen und individuelle Bedürfnisse besser mit den betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Unsere bereits fest etablierten Arbeitsmodelle «early bird», «night owl» und «keine Nachtschicht» oder «nur Nachtschicht» bieten wir selbstverständlich weiterhin an.



Digitale Dokumentenlenkung steigert Effizienz und Sicherheit

Die digitale Dokumentenlenkung in unserem Klinikmanagementsystem (KMS) wurde im August aktualisiert und sicherer gestaltet. Durch die Software «Universaldossier» stehen wichtige Informationen jederzeit und überall – etwa auf Station oder im Büro – zur Verfügung. Die neue Lösung ermöglicht eine einheitliche Darstellung der Dokumente und bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlreiche weitere Vorteile zur effizienten Dokumentation. 



Strategie 2026 – 2028

Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2025 beginnt für die Klinik Lengg eine neue Strategieperiode, die bereits im 2025 in einem Top-down- und Bottom-up-Prozess entwickelt wurde. Die Schwerpunkte der kommenden drei Jahre sind der Ausbau des epileptologischen, schlafmedizinischen, neurorehabilitativen und ambulanten Angebots, die berufliche Wiedereingliederung von Patientinnen und Patienten sowie der Wiedereinstieg ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere in der Pflege. Gleichzeitig wurde das Leitbild mit Vision, Mission und Werten überprüft: Es bleibt inhaltlich bestehen und erfährt nur punktuell neue Akzente.     



Ernennung zum  Professor of Practice am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich

Der ETH-Rat hat an seiner Sitzung vom 6. März 2025 Dr. med. Lukas Imbach, unserem Medizinischen Direktor Epileptologie, den Titel «Professor of Practice» verliehen. Die Ernennung zum Professor of Practice am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich würdigt Lukas Imbachs herausragende Beiträge als Kliniker, Dozent und Forscher im Bereich der Epilepsiebehandlung und Neurophysiologie.


Lukas Imbach ist seit 2020 als Medizinischer Direktor Epileptologie an der Klinik Lengg tätig und hat hier innert kürzester Zeit Hervorragendes geleistet.


Portrait Dr. Julia Hillebrandt
Portrait Dr. Julia Hillebrandt

 «Nähe, Qualität und moderne Therapieräume vereint.»
Dr. Julia Hillebrandt, CEO 

Klinik Lengg AG in Zahlen


349

Mitarbeitende

35 % Vollzeit
65 % Teilzeit

Epileptologie

Stationäre Patientinnen und Patienten: 1'145

Pflegetage: 5'468

Ø Aufenthaltsdauer: 4.8 Tage

Ambulante Patientinnen und Patienten: 4'735

Neuro-rehabilitation

Stationäre Patientinnen und Patienten: 608

Pflegetage: 20'246

Ø Aufenthaltsdauer: 33.3 Tage

Ambulante Patientinnen und Patienten: 1'679

Betriebsstunden pro Jahr
27

prächirurgische Abklärungen


Betriebsstunden pro Jahr
76'624

Stunden

EEG-Ableitungen


Bild von swissepi.ch
30

Originalpublikationen, Buchkapitel und Reviews

Kurzinformation Klinik Lengg AG

Die Klinik Lengg in Zürich ist das Kompetenzzentrum für Epileptologie und neurologische Rehabilitation. Wir stellen Menschen in den Mittelpunkt und erbringen höchste medizinische Qualität an hervorragender Lage. Menschlich, kompetent, innovativ und zuverlässig.


Die Klinik Lengg AG ist ein Unternehmen der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung und der Stiftung Kliniken Valens. 


Verwaltungsrat

Felix Grether, Präsident

Andreas Mühlemann, Vizepräsident
Marco Beng
Dr. Patrick Eberle

Dr. Till Hornung
Andreas Münch

Dr. Silke Schmitt Oggier

Prof. Dr. Michael Weller

 

Geschäftsleitung

Julia Hillebrandt, CEO 
Barbara Moll, CNO

Prof. Dr. med. Lukas Imbach, Medizinischer Direktor Epileptologie

KD Dr. med. Bartosz Bujan, Medizinischer Direktor Neurorehabilitation
Claudia Roesle, Leiterin Medizinische Therapien




info@kliniklengg.ch
www.kliniklengg.ch