Mehr Luft und Licht

Mitte Januar konnte der Neubau der Gärtnerei bezogen werden. Wie gefällt es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit grünen Daumen im neuen Gebäude? Was hat sich für sie verändert? Vermissen sie vielleicht sogar etwas? Elisa Ganter fragte nach.

Seit wann arbeiten Sie im Neubau?

Natascha H.: Etwa seit Februar arbeiten wir fest im Neubau. Davor habe ich schon ein paar Mal Werkzeuge hier geholt.

 

Haben Sie sich im neuen Gebäude schon eingelebt? 

Danilo S.: Absolut, das ging recht schnell.

 

Blerim A.: Ja, es ist schön hier zu arbeiten. Ich fühle mich wohl, es ist heller und freundlicher.

 

Was hat sich mit dem Neubau für Sie verändert?

Danilo S.: Das alte Gewächshaus war einfach viel kleiner, dort konnten nur drei bis vier Leute arbeiten, dann war es schon voll. Jetzt haben locker doppelt so viele Personen Platz. Die verschiedenen Werkzeuge und auch die Erde sind nun alle im Neubau. Früher waren die Werkzeuge an vier Orten auf dem ganzen Areal verstreut. Jetzt ist alles zugänglicher. Dadurch haben sich unsere Arbeitswege enorm verkürzt. Wir können auch alles hier aussähen.

 

Natascha H.: Ich sage immer im Neubau haben wir mehr Luft und Licht. Mehr Licht, weil wir so viele Fenster haben. Mehr Luft, weil wir mehr Platz haben. Auch die neuen Pflanztische sind super. Sie sind auf Rollen und man kann sie so hinschieben wie man es gerade braucht. Das gibt uns viel Flexibilität.

 

Andreas K.: Ich find es toll, dass wir es im Neubau im Winter jetzt auch warm haben. Auch die Distanz zum Laden, der Handmacherei, ist wieder kürzer.

 

Sind Ihre Erwartungen erfüllt?

Natascha H.: Ja, ich habe mir vor allem mehr Platz gewünscht. Ich bin glücklich und dankbar, dass die doch etwas lange Bauphase mit der lauten Baustelle nun vorbei ist und wir nun so einen schönen Arbeitsort haben.

 

Danilo S.: Absolut. Der Neubau ist grösser und modern. Wir haben nicht nur mehr Platz zum Arbeiten, sondern auch zum Gemüse einlagern und unsere Produkte in der Handmacherei zu verkaufen.

 

Andreas K.: Meine Erwartungen an den Neubau sind voll und ganz erfüllt. Ich verbinde das neue Gebäude auch mit neuen Aufgaben, zum Beispiel sähe ich seit kurzem Tagetes (Studentenblumen) aus. Ausserdem gefällt mir, dass im unteren Bereich des Gewächshauses viele verschiedene Pflanzen zusammen sind, denen man quasi täglich beim Wachsen zuschauen kann.

 

Was ist für Sie persönlich das Schönste am Neubau?

Blerim A.: Der neue Laden, die Handmacherei, ist besonders schön geworden.

 

Danilo S.: Ich finde die Technik im Neubau toll, auch wenn wir Einiges wie beispielsweise eine automatische Lüftung schon im alten Gebäude hatten. Neu haben wir sogenannte Energieschirme an den Glasscheiben der Decke. Sobald die Sonne scheint, werden diese automatisch ausgefahren, sodass die Pflanzen im Schatten sind. Ist die Sonne weg, fahren die Energieschirme wieder zurück.

 

Natascha H.: Wir haben jetzt sogar drei Eingänge für Mitarbeiter. Das ist sehr praktisch, davor hatten wir nur einen oder haben den Ladeneingang benutzt.

 

Gibt es bereits ein besonderes Erlebnis, das Sie mit dem Neubau verbinden?

Danilo S.: Manchmal fragen mich Passanten nach dem Neubau – dann erkläre ich Ihnen, dass es das neue Gärtnereigebäude ist. Letztens hat mich ein älterer Herr nach den Solarpaneln auf dem Dach gefragt, aber ich wusste nicht so genau, ob sie Strom erzeugen oder warmes Wasser.

 

Vermissen Sie etwas vom alten Gebäude?

Andreas K.: Ich vermisse das gemütliche, heimelige vom früheren Laden etwas. Der hatte schon auch einen besonderen Charme. Aber der neue Laden hat viel Positives: er ist modern, schön und aufgeräumt.

 

Danilo S.: Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit dem alten Gebäude, da ich lange dort gearbeitet habe. Mir hat immer das Moos gefallen, dass sich dort verbreitet hat. Ich finde den Geruch davon angenehm.

 

Gibt es noch offene Wünsche?

Danilo S.: Persönlich finde ich, dem nackten Beton des Neubaus fehlt etwas Farbe (lacht).

  

Herzlichen Dank den Gärtnerinnen und Gärtnern für die Auskunft sowie Patrik Weber für die Mitarbeit.



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