Schweizerisches Epilepsie-Zentrum

Das Schweizerische Epilepsie-Zentrum (SEZ) ist eine breit vernetzte Organisation, in der Experten und Expertinnen eng zum Thema Epilepsie zusammenarbeiten und umfassende epilepsiebezogene Dienstleistungen erbringen. 

Epilepsie bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten, die durch das spontane Auftreten epileptischer Anfälle charakterisiert ist. Es gibt zahlreiche Arten von epileptischen Anfällen und mehr als 30 Formen von Epilepsie. Die Auswirkungen von Epilepsien auf das Leben der Betroffenen und ihrer Familien sind vielfältig. Sie betreffen persönliche, medizinische, soziale und gesellschaftliche Aspekte, auf die sich das Schweizerische Epilepsie-Zentrum seit 1886 spezialisiert hat. 


EPI Klinik – Moderne und vernetzte Epileptologie

Die Schweizerische Epilepsie-Klinik an der Klinik Lengg ist die grösste ganz auf die Abklärung und Behandlung von Epilepsien und anderen anfallsartigen Störungen spezialisierte Klinik der Schweiz. Fachpersonen aus Neurologie, Pädiatrie, Psychiatrie, Neuropsychologie und -physiologie, Klinischer Psychologie sowie Sozialberatung garantieren dafür, dass alle Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der modernen Epileptologie angeboten werden. 


Die Klinik kooperiert eng mit den Kliniken für Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) sowie mit dem Universitäts-Kinderspital Zürich (Kispi). Dabei führen wir die prächirurgischen Untersuchungen durch, mit denen die Möglichkeit einer epilepsiechirurgischen Operation abgeklärt wird. Die Operationen erfolgen dann in der Neurochirurgie des USZ.  


In der epileptologischen Forschung werden folgende Schwerpunkte verfolgt: die Entwicklung von Verfahren zur Auswertung von MRI-Bildern, die Neuropsychologie von Gedächtnis, Sprache und sozialer Kognition, die Analyse der elektrischen Hirnaktivität mit Messungen an der Kopfhaut und im Gehirn sowie die Erforschung der Ursachen und Behandlung nicht-epileptischer psychogener Anfälle. Die weltweit zur Spitze gehörende Forschung erfolgt in Kooperation mit Partnern im In- und Ausland. 


Epilepsiespezifische Sozialberatung 

Das Team der Sozialberatung hilft individuell und alltagsorientiert bei Fragen rund um die Epilepsie und ihre Auswirkungen (Schule, Ausbildung, Beruf, Sozialversicherungen, Wohnen, Autofahren). Sie steht allen Epilepsiebetroffenen und ihren Angehörigen kostenlos zur Verfügung, unabhängig von einer medizinischen Behandlung in der EPI Klinik. Diese Dienstleistung, die gemeinsam mit der Epi Suisse (Schweizerischer Verein für Epilepsie) angeboten wird, ist einzigartig in der Schweiz.


EPI Spitalschule für Kinder und Jugendliche

Die EPI Spitalschule unterrichtet täglich junge Patientinnen und Patienten im Alter von 4 bis 16 Jahren, die stationär fünf Tage oder mehr in der Klinik verbringen. Sie stellt damit sicher, dass die Kinder und Jugendlichen den Anschluss an den Unterricht ihrer Heimatschule behalten. Im interdisziplinären Team der EPI Klinik bringen die Lehrpersonen der Spitalschule ihre Beobachtungen aus heilpädagogischer Sicht ein. Sie beraten auch die Eltern und die Heimatschule.


EPI WohnWerk: Betreutes Wohnen und Arbeiten

Das EPI WohnWerk bietet Erwachsenen mit Behinderung – zumeist in Kombination mit Epilepsie – ein Zuhause. Hier finden insbesondere auch Menschen Unterstützung, die viel Betreuung und Pflege benötigen. Tagesstätten und Werkstätten ermöglichen sinnvolle Tätigkeiten und eine geregelte Tagesstruktur. Das EPI WohnWerk verfügt über 202 Wohnplätze in drei Wohnhäusern, 90 Arbeitsplätze in den Werkstätten und 110 in den Tagesstätten. Hier können sich Mitarbeitende im Sozial- und Gesundheitswesen ausserdem zum Thema Epilepsie weiterbilden.


Trägerin des Zentrums ist die Schweizerische Epilepsie-Stiftung