EPI Preis 2026: Vier Auszeichnungen für besonderes Engagement

Mit dem EPI Preis 2026 würdigt die Schweizerische Epilepsie-Stiftung Menschen und Projekte, die sich auf unterschiedliche Weise für Menschen mit Epilepsie einsetzen. Drei Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an die FNS Vereinigung Schweiz, den Musiker Flo LeBeau sowie an Teatro Tan und SeSi mit dem Theaterprojekt «Quando arriva il buio». Erstmals wurde zudem ein EPI Preis für Jugendliche vergeben.

Am Samstag, 19. September 2026, wurde der EPI Preis im Rahmen des Patiententags im EPI Park in Zürich verliehen. Mit der Auszeichnung rückt die Schweizerische Epilepsie-Stiftung seit 2007 Menschen und Projekte ins Zentrum, die sich ausserhalb ihrer hauptberuflichen Tätigkeit dafür einsetzen, die Lebensqualität von Menschen mit Epilepsie zu verbessern und ihre Teilhabe in Familie, Beruf und Freizeit zu stärken. Der EPI Preis ist mit insgesamt CHF 10'000 dotiert und wurde 2026 auf drei Preisträgerinnen und Preisträger aufgeteilt.


Gewinnerin Frau Zumbrunnen bei der Verleihung des EPI Preises 2026


FNS Vereinigung Schweiz: Gemeinsam für mehr Sichtbarkeit


Zu den diesjährigen Ausgezeichneten gehört die FNS Vereinigung Schweiz, die Schweizerische Patientenvereinigung für Funktionelle Neurologische Störungen. Die Vereinigung schafft eine Plattform für Betroffene und setzt sich dafür ein, funktionelle neurologische Störungen sichtbarer zu machen und den Austausch zu fördern. Stellvertretend für die Vereinigung nahm Mitgründerin Frau Zumbrunnen den EPI Preis entgegen.


Flo LeBeau bei der Verleihung des EPI Preises 2026


Flo LeBeau: Mit Musik über Epilepsie sprechen


Auch der Schweizer Musiker und Singer-Songwriter Flo LeBeau wurde mit dem EPI Preis 2026 ausgezeichnet. Er ist selbst von Epilepsie betroffen und verarbeitet seine Erfahrungen auch in seiner Musik. Damit erreicht er Menschen weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus und schafft einen persönlichen Zugang zu einem Thema, das noch immer mit Unsicherheiten und Vorurteilen verbunden ist.

Sein Engagement zeigt, wie Musik dazu beitragen kann, über Epilepsie ins Gespräch zu kommen, Verständnis zu fördern und Erfahrungen sichtbar zu machen.


Vertreterinnen und Vertreter des Theaterprojekts «Quando arriva il buio» beim EPI Preis 2026


«Quando arriva il buio»: Epilepsie auf der Theaterbühne


Die dritte Auszeichnung ging an Teatro Tan und SeSi mit dem Theaterprojekt «Quando arriva il buio» («Wenn die Dunkelheit kommt»). Das von Teatro Tan produzierte Stück bringt das Thema Epilepsie auf die Bühne und macht Erfahrungen von Betroffenen für das Publikum unmittelbar erlebbar.

Entstanden ist das Theaterstück aus einer gemeinschaftlichen Arbeit: Menschen mit Epilepsie teilten ihre persönlichen Erfahrungen, aus denen Autor Luca Chieregato das Stück entwickelte. Christian Pezzatti brachte es als Regisseur auf die Bühne, Paola Valchera verlieh der Geschichte als Schauspielerin Stimme und Gestalt.

 

Norah bei der Verleihung des ersten EPI Preises für Jugendliche

 

Premiere 2026: Erstmals ein EPI Preis für Jugendliche


Eine besondere Neuerung gab es in diesem Jahr: Erstmals wurde zusätzlich ein EPI Preis für Jugendliche verliehen. Damit möchte die EPI Stiftung auch junge Menschen würdigen, die sich mit eigenen Ideen und viel persönlichem Engagement für andere Betroffene einsetzen.

Die erste Auszeichnung ging an die elfjährige Norah, die die Selbsthilfegruppe «Les étoiles solidaires» für Kinder mit Epilepsie gegründet hat. Ihr Anliegen ist es, Kindern einen Ort zu geben, an dem sie andere Betroffene kennenlernen, gemeinsam etwas erleben, sich austauschen und erfahren können, dass sie mit Epilepsie nicht allein sind.

Mit ihrer Initiative zeigt Norah eindrücklich, dass Engagement keine Frage des Alters ist und dass bereits eine Idee dazu beitragen kann, Gemeinschaft zu schaffen und anderen Mut zu machen.

  



Engagement, das sichtbar sein soll


So unterschiedlich die vier ausgezeichneten Engagements sind, verbindet sie ein gemeinsames Anliegen: Menschen mit Epilepsie und ihre Erfahrungen sichtbar zu machen, Austausch zu ermöglichen, Verständnis zu fördern und Betroffenen Unterstützung zu bieten.

Die Schweizerische Epilepsie-Stiftung gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und bedankt sich für ihren aussergewöhnlichen Einsatz.


Preisträgerinnen und Preisträger des EPI Preises 2026 bei der Preisverleihung in Zürich